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Spaniens 11. März 2004 Fresh-up - Die Nachträge
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Nachtrag vom 14. März: Das Bekennertelefon scheint von der Regierung erfund worden zu sein. Gestern am 13.
verkündete Acebes bis tief in den Nachmittag dass die ETA die Schuld trüge. Am
Abend eröffnete er, dass 3 Marrokaner und 2 Hindus als Schuldige vernommen werden,
man habe also die Übeltäter erfolgreich gefangen. Auf die Fragen der
Journalisten ob die ETA also nicht beteiligt sei antwortete Acebes, dass eine Beteiligung
der ETA nicht auszuschliessen sei. In Spanien selbst erfährt man zur Zeit mehr
Neuigkeiten aus ausländischen Medien.
Die Spanier sind über die Form der Information der Regierung wenig erfreut und
demonstrierten gestern im ganzen Land vor den Sitzen der regierenden Partei PP (Partido
Popular).
Zweiter Nachtrag vom 16. März: Spanien hat auf die Attentate reagiert! Die Wahlen vom 14. März steuern Spanien
neuen Ufern entgegen. Die rechte Regierung Aznar's wurde wegkatapultiert, nun regiert die
linke PSOE. Zapatero gab beinahe als Erstes bekannt, dass die spanischen Truppen aus dem
Irak, so bald als möglich, zurückgezogen werden - sofern nicht die UN die
Führung dort übernehme, was nicht zu erwarten sei.
Die Regierung Aznar's geht nicht nur zu Ende, sie beendet ihr Dasein mit Getöse und
bestätigt dem spanischen Volk seine getroffene Entscheidung, denn heute Dienstag
wurde bekannt, dass Aznar, um die Wahlen zu verschieben, in letzter Minute noch den
Ausnahmezustand ausrufen wollte. Dies, obwohl wahrscheinlich schon klar war, zu welcher
Gruppe die Attentäter gehören.
Nach acht Jahren übernimmt aus der Sicht der Bevölkerung nun anstelle der
"Rechten" die richtige, die Linke erneut die Führung des Landes.
Dritter Nachtrag vom 2. April: Auf der Bahnstrecke Madrid Sevilla wurde nahe bei Toledo von Bahnarbeitern eine Bombe
gefunden. Die Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) wurden rechzeitig gestoppt, und der
Sprengsatz konnte entschärft werden. Der verwendete Spengstoff ist identisch mit dem,
der für die Anschläge in Madrid verwendet wurde.
Vierter Nachtrag vom 4. April: Am Abend des 3. April sprengte sich ein islamischer Terrorist in Leganés nahe bei
Madrid in die Luft. Mit ihm starb ebenfalls ein Polizist. Weitere drei islamische
Fundamentalisten konnten fliehen. Die Polize riegelte vor dem Zugriff das Quartier ab und
verhinderte so, dass weitere Personen verletzt wurden. Vor der Explosion, die auf zwei
Stockwerken des vierstöckigen Gebäudes die Wände heraussprengte, konnten
Polizisten den Ruf "Allah ist gross" hören.
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