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Spaniens 11. März 2004

Heute am 11. März gab es 192 Tote und 1400 Verletzte bei der grössten, terroristischen Abschlachtung Spaniens.



10 beinahe gleichzeitige Explosionen erschütterten heute Morgen nicht nur Madrid, sondern ganz Spanien. Die Bomben explodierten in der Umgebung des Bahnhofs Atocha, El Pozo und Santa Eugenia. 181 Tote wurden vor Ort gefunden, weitere 11 starben in verschiedenen Spitälern in welche die Verletzten gebracht wurden. Angel Acebes, Minister des Inneren, sagte aus, die Schuld läge bei der ETA, räumte aber im Verlauf des Nachmittags ein, dass nicht auszuschliessen sei, dass nicht doch Al-Qaida hinter den Anschlägen stehe.



Jedenfalls hatte sich heute die Führung der ETA zu den, in diesem Jahr ersten und bisher blutigsten, von dieser Bande von Terroristen verübten Anschlägen, bekannt.
* siehe Fresh-up

Die Anschläge, die sich in den Bahnhöfen der Eingänge zu Madrid ereigneten, begannen um 07:39 h inmitten von hunderten Personen, die als Pendler nach Madrid unterwegs waren. Drei Explosionen fanden im Bahnhof Atocha statt, vier in der Strasse Téllez, gleich neben demselben Bahnhof, eine in Santa Eugenia (am Eingang von Madrid bei der Autostrasse von Valencia), zwei an der Haltestelle El Pozo del Tío Raimundo (im Südwesten). All diese Stationen gehören zu Bahnbetreiber RENFE. Weitere drei Bomben, die als Sprengfallen gelegt wurden, konnten gefunden und entschärft werden.







Die ersten Explosionen fanden um 07:39 statt, als drei Rucksäcke mit 8 und 15 kg Titadine im Zug aus Guadalajara, am Eingang des Bahnhofs Atocha explodierten und 49 Personen tötete. Kaum drei Minuten später explodierten weitere vier Ladungen in einem zweiten Zug ebenfalls mit dem Ziel Atocha etwa 800 Meter vor dem Bahnhof und töteten 59 Personen. Fast gleichzeitig wurden zwei neue Explosionen in El Pozo registriert, die das Leben von 67 Personen forderten, und eine Weitere in Santa Eugenia bei der 15 Personen starben.







Mein Kommentar dazu:
Die Anschläge führten hier in Spanien fast das ganze Land zum Stillstand. Schock und Betroffenheit sind in der Bevölkerung die vorherrsch-
enden Gefühle. Nicht wenige Leute befürchten für Morgen oder Übermorgen weitere Anschläge. Einige Leute sprechen schon im Zusam-
menhang vom 11. März wie vom 11. September. Niemand hier versteht warum so etwas geschehen musste, und leider mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder geschieht. Madrid war heute gelähmt. Im ganzen Land sind Demonstrationen für morgen geplant.





Am kommenden Sonntag finden die Wahlen in Spanien statt. Viele Spanier befürchten dass die heutigen Anschläge einen gewaltigen Rechtsrutsch in der Regierung bewirken. Das sei genau was die ETA wolle. Das ganze Land zu Nationalisten, und somit zu „an den Anschlägen Mitschuldigen" zu machen.
* siehe Fresh-up



Mir, und nicht nur mir, scheint das Ganze mehr als nur schwer verständlich, von nachvollziehbar kann schon gar nicht die Rede sein.



Bitte nur weiterscrollen, wenn Ihr die härteren Bilder auch wirklich sehen möchtet.

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