 |
Über mich
Diverses
Keltisch
City Tours
Reisen
Spanien
Portugal
Fratello's
¡en español!
¡en galego!
Sitemap
Meinweb
Blog
Asien Fotos
Mein Balkon |
Galicia
|
 |
Kurzinfos
Galicien (deutsch auch "Galizien", spanisch Galicia, galicisch Galicia oder Galiza) ist eine Autonome Region im Nordwesten von Spanien mit einer
Ausdehnung von 29.574 km² (etwa 5,8% der Gesamtfläche Spaniens) und ca. 2,7 Mio.
Einwohnern (Stand Januar 2002).
Hauptstadt Galiciens ist Santiago de Compostela.
Die Comunidad Autónoma de Galicia gliedert sich in die vier Provinzen A
Coruña (span.
La Coruña), Lugo, Ourense (span. Orense) und Pontevedra.
Bedeutende Städte in Galicien sind A Coruña , Ferrol, Lugo, Ourense,
Pontevedra, Santiago de Compostela und Vigo.
In den letzten Jahren gab es vor der Küste von Galicien mehrere
Öltanker-Havarien. In das Blickfeld der internatinalen Öffentlichkeit gelangte
insbesondere die schwere Tankerhavarie der Prestige im Jahr 2002. Diese war Ausgangspunkt
für die umfassende Bürger- und Sozialbewegung Nunca mais. Eine weitere Bewegung, die sich mit diesem, und anderen Themenvbefasst ist das Colectivo Urbano Lugís.
Durch Galicien führt der sowohl kulturell als auch touristisch äußerst
interessante Jakobsweg, der Pilger und Interessierte zu Fuß, mit dem Rad oder dem
Auto bis nach Santiago de Compostela führt.
In Galicien wird neben Spanisch das mit dem Portugiesischen eng verwandte Galego (span.
Gallego) gesprochen.
Geschichte
In Galicien wurden vereinzelt Spuren gefunden, die auf die Zeit zwischen 24.000 und 16.000
v. u. Z. bestimmt wurden. Nach 8.000 v. u. Z. sind die Funde von Steinwerkzeugen recht
häufig. An der Küste entsteht im Mesolithikum die Fischerei. Diese Periode wird
auch als asturianische Periode bezeichnet und bringt entlang der Küste von Vigo bis
nach Asturien eine eigene, hochentwickelte Kultur hervor. Es tauchen auch erste Keramiken
auf. Umfangreiche Spuren der galicischen Vorgeschichte sind dann aus der Megalithzeit (um
4.000 Jahre v. u. Z.) bekannt. Mehrere Megalithbauten (v. a. Dolmen) wie die von Dombate,
Axeitos, Pedra da Arca bei Baiñas oder Maus de Salas sind Beispiele dieser Zeit.
In der Bronzezeit (1800 Jahre v. u. Z.) gibt es Hinweise auf eine entwickelte
Metallverarbeitung. Aus dieser Periode stammen auch diverse in Stein gravierte Figuren
(Petroglyphen) mit religiösen oder kosmischen Symbolen. Ausgehend von abstrakten
Irrgartenthemen werden auch Tiere und Menschen dargestellt. Die wichtigsten Fundorte
dieser Figuren liegen in der Provinz Pontevedra (Mogor, Castrove, Campolameiro). Aufgrund
zahlreicher Metallvorkommen wird Galicien bald als Land der unzähligen Rohstoffe
bekannt. Der Schutz der einheimischen Bevölkerung vor Eindringlingen wird somit zu
einem gesellschaftsprägenden Merkmal. In dieser Zeit (etwa ab 1000 v. u. Z. bis 400
v. u. Z.) entstanden wehrhafte Grossdörfer (gal. u span. castros), überwiegend
an geschützten Hanglagen oder Hügeln. Die Befestigungen und die Grundrisse der
meist ovalen Häuser sind noch bis heute an manchen Orten zu sehen. Gute Beispiele
für die castros dieser Zeit sind Santa Tegra bei A Guarda, Troña, Castromao,
Borneiro, S. Cibrao de Lás, Viladonga. Aus der Castro-Zeit stammen auch die meisten
gefundenen Ausgrabungen. Vermutlich ab dem 7. Jahrhundert v. Ch. fallen die Kelten in
verschiedenen Wellen in Galicien ein und vermischen sich mit der einheimischen
Bevölkerung.
Der Name Galicien leitet sich dann auch von den keltischen Galläkern (Kallaiker,
lateinisch Callaici) ab, die in diesem Gebiet siedelten, bevor die Römer erstmals 135
v. u. Z. erste Expeditionen nach Galicien durchführten. Die Konsolidierung der
römischen Macht erfolgte erst durch Julius Cäsar im Jahre 60 v. u. Z. - Galicien
wurde zur römischen Provinz Gallaecia. Gallaecia umfasste jedoch - über das
heutige Galicien hinaus - Gebiete im westlichen Teil des heutigen Kastilien und im
nördlichen Teil Portugals. Die Befriedung Gallaecias erfolgte durch die
Kriegszüge Kaiser Augustus. In der Folge entwickelten die Römer eine umfassende
Infrastruktur, insbesondere jedoch den Straßenbau, weiter. Die Straßen der
Römer blieben neben den Pilgerwegen nach Santiago de Compostela bis ins Mittelalter
hinein die einzigen guten Verbindungen nach Galicien.
In der Zeit der Völkerwanderung ließen sich in Galicien die germanischen Sueben
nieder und gründeten ein Königreich, das 585 von den Westgoten unterworfen
wurde. Ab 714 fiel Galicien zeitweilig in das maurische Einflussgebiet. Die Mauren zogen
sich um 750 aus Galicien zurück. Im 10. und 11. Jahrhundert war Galicien jeweils
kurzzeitig ein selbständiges Königreich. Galicien war ansonsten Teil des
Königreiches León. Im 13. Jahrhundert fiel Galicien zusammen mit León
an die kastilische Krone.
1833 formelle Auflösung des Königreichs Galicien, Aufstände für
Demokratie und Unabhängigkeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1980
Autonome Region (als "Nation" anerkannt).
Politik
Galicien hat den Status einer autonomen Region im Königreich Spanien.
Die politische Landschaft Galiciens wird durch die regionalen Ableger der großen
spanischen Volksparteien Partido Popular (hier: Partido Popular de Galica - PPG) und
Partido Socialista Obrero Español (hier: Partido Socialista de Galicia - PSG) sowie
der Regionalpartei Bloque Nacionalista Galego (BNG) bestimmt.
Der galicischen Regionalregierung steht der Präsident der "Xunta de
Galicia" vor. Derzeitiger Regierungschef (Stand: September 2003) ist Manuel Fraga
Iribarne vom Partido Popular de Galicia.
Einwohner
Die Einwohnerzahl liegt bei 2.737.370 Einwohner (Stand: Januar 2002). Diese verteilen sich
wie folgt auf die einzelnen Provinzen:
A Coruña 1.111.886
Lugo 361.782
Ourense 343.768
Pontevedra 919.934
Die deutsche Bezeichnung für die heimische Bevölkerung lautet Galicier (span.
gallegos, gal. galegos).
Geographische Lage, Klima
Galicien liegt in Nordwest-Spanien und grenzt im Norden an das kantabrische Meer und im
Westen an den Atlantischen Ozean. Im Süden grenzt es an Portugal und im Osten an die
spanischen automomen Gemeinschaften Castilla-León (Kastilien-Leon) und Asturias
(Asturien).
Prägend für die Region sind hohe Bergketten, die Galicien von Restspanien
abschotten. Die höchste Erhebung ist mit 2.100 m die Pena Trevinca. Interessant ist
zudem der ausgeprägte Küstenverlauf Galiciens; mit einer Gesamtlänge von
rund 1.200 km umfasst dieser rund ein Drittel der spanischen Küste. Charakteristisch
für Galiciens Küste sind die so genannten Rías, schlauch- und
trichterförmige, fjördähnliche Flussmündungen, in die das Meer
eingedrungen ist. Im Gegensatz zu Fjörden weisen die Rías allerdings nur eine
geringe Tiefe auf. Unterschieden werden die Rías Baixas (span. Rías Bajas)
und die Rías Altas. Die Rías Altas im Norden reichen von Ribadeo bis A
Coruña. Die Rías Baixas reichen vom Kap Finisterre (Cabo Fisterra) bis zur
portugiesischen Grenze. Hauptunterscheidungsmerkmal der beiden Küstenabschnitte ist
die jeweils sehr spezifische Küstencharakteristik. Während die Rías
Baixas sanft ins Meer laufen, ist der Verlauf der die Rías Altas wesentlich
schroffer.
Das Klima der Region wird vom Atlantik geprägt und ist ausgesprochen mild, dabei
jedoch sehr feucht. Kennzeichnend für Galicien sind milde Winter mit heftigen
Niederschlägen und nicht allzu heiße Sommermonate. Die mittleren Temperaturen
an der Küste liegen im Jahresdurchschnitt in A Coruña bei 13,8° und in
Vigo bei 14,7°. Im Binnenland erreicht Ourense 14°. In den Bergen liegen die
Durchschnittstemperaturen deutlich darunter, so etwa bei 9,7 im "Alto de
Rodicio" oder 8° in "Pedrafita do Cebreiro". Der Nordwesten Galiciens
weist rund 150 Regentage im Jahr auf und ist die regenreichste Region Spaniens. Diese Zahl
reduziert sich zunehmend in Richtung Südosten. Hier werden rund 100 Regentage und
weniger im Jahr registriert. Am regenintensivsten sind in abnehmender Reihenfolge der
Winter, der Herbst und der Frühling.
Das feuchte Klima, häufige Nebel und Winde sowie die grüne bergige Landschaft
insbesondere im Herbst und im Winter lassen Assoziationen mit Irland oder der Bretagne
aufkommen.
Wirtschaft und Verkehr
Galicien ist eine der ärmeren Regionen Spaniens. Von besonderer Bedeutung sind die
Landwirtschaft und der Fischfang. Dabei überwiegt die Bedeutung der Landwirtschaft im
Osten des Landes und die Industrie sowie die Großhäfen im Westen. Das
Bruttoinlandsprodukt liegt bei 33,3 Mrd. €, pro Kopf 12.173 € (81% des
spanischen BIP p.P.). Die Arbeitslosenquote bei 11,9% (Juni 2002).
Importe: 9,4 Mrd. €: 32% Autos, 14% Fisch/Meeresfrüchte, 13% Mineralien
hauptsächlich aus Frankreich und Portugal, aber auch aus anderen EU-Staaten. Exporte:
9,3 Mrd. €: 50% Autos, 8% Fisch/Meeresfrüchte, 5% Kleidung hauptsächlich
nach Frankreich und Portugal, aber auch in andere EU-Staaten.
Sehenswürdigkeiten
Kathedrale von Santiago de Compostela
Herkules-Leuchtturm in A Coruña
Das Naturschutzgebiet auf den Cies Inseln (Islas Cies)
Cabo Fisterra (span. Kap Finisterra) - "Das Ende der Welt" in Galicien
Musik
Traditionelle galicische Musik wird geprägt vom Einsatz von Dudelsack, Leier und
Harfe. Die Musik erinnert an die Musik aus keltischen Gebieten wie Irland oder die
Bretagne und erfreut sich auch heute noch großer Beliebheit in Galicien. Wichtige
Vertreter der traditionellen galicischen Musik, die teilweise auch international Beachtung
gefunden haben, sind etwa die Gruppen Milladoiro oder Fuxan os Ventos. Insbesondere
Milladoiro erlangte dabei bereits vor Jahren einen sehr guten internationalen Ruf auf dem
Gebiet keltischer Folkmusik. Musiker, die zwar fest in der traditionellen galicischen
Musik verwurzelt sind, aber auch neue Wege suchen sind u.a. Luar na Lubre,
Berrogüetto, Carlos Núñez, Pancho Alvarez, Susana Seivane und
Xosé Manuel Budiño. Auch diese Musiker konnten in der internationalen
Folkszene einige Bekanntheit erlangen.
nach oben
|
|
|
|