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Im März 1994 begann ich aus einem Buch und drei Kassetten Spanisch zu lernen. Ein
paar Monate danach war ich dann das erste Mal in Spanien.
Die Reise 1994
Meine Reise damals führte mich im Auto eines Freundes und seiner Mutter ins
Baskenland. In Bilbao verliess ich deren Wagen und verbrachte eine verregnete Nacht in
einem kleinen Hostalzimmer. Bilbao gefiel mir nicht besonders, weshalb ich die Stadt am
nächsten Morgen gleich wieder verliess. Mit dem Zug ging es nach Santander.
Santander ist eine kleine Stadt in Cantabrien im Norden Spaniens. Im Sommer ist Santander
voll auf den landesinternen Tourismus ausgelegt und man trifft Einheimische aus allen
Regionen des Landes. Seine Popularität verdankt Santander nicht nur der schönen
Stadt, den Stränden mit pulvrigem, weissem Sand sondern auch den Corridas und vielen
weiteren Unterhaltungsangeboten. Nach etwa drei Tagen verliess ich Santander Richtung
Gijon.
Gijon ist eine mittelgrosse Stadt in Asturien im Norden Spaniens. Ich blieb ebenfalls drei
Tage und staunte über meine Erlebnisse. Ich verliess die Gijon frühmorgens
Richtung A Coruña.
A Coruña, im Nordwesten Spaniens, liess mich den ersten Gedanken: "Ja, wo bin
ich denn hier gelandet?" fassen. Schon bald danach stellte ich aber fest, dass der
erste Eindruck eine grosse Täuschung war und A Coruña ist bis heute eine
meiner Lieblingsstädte dieser Welt. Ihr könnt auf verschiedenen Seiten meiner
Website weiteres über A Coruña lesen.
Ich verliess A Coruña nach fünf Tagen Richtung Santiago.
Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens ist nach Rom die zweitgrösste
Pilgerstadt Europas. Da ich einen Feiertag erwischte, wurde ich ziemlich mit Weihrauch
zugeräuchert.
In Santiago lernte ich um ca. ein Uhr nahe der Kathedrale den spanischen Dudelsack, die
Gaita Galega kennen. Ich kaufte mir ein paar Stunden später meinen ersten Dudelsack
und von da an gestaltete sich meine Freizeit etwas anders. Weiteres könnt Ihr unter
der Rubrik Keltisch nachlesen.
Ich verliess Santiago nach einem Tag Richtung Pontevedra.
Pontevedra im Nordwesten Spaniens ist mit La Coruña zusammen eine der wichtigeren
europäischen Hafenstädte. Ich verliess Pontevedra nach drei Tagen Richtung
Hinterland.
Ich verbrachte danach noch zwei Wochen in Quireza, einem kleinen Dorf neben Cerdedo etwa
eine Stunde von Pontevedra. Ich hatte das Glück und die Gelegenheit spanische
Gastfreundschaft kennen zu lernen, was ich sehr genoss. Ich bin in diesen Ferien ebenfalls
das erste Mal Auto gefahren (gefährlich, gefährlich), habe spanisches Trivial
Pursuit gespielt und dabei Queimada getrunken, vor dem Dorfladen Cola aus der Flasche
genuckelt und Pipas gegessen und ich war baden in Sanxenxo.
An dieser Stelle möchte ich mich bei der Familie Bouzas und speziell bei Juan
herzlichst bedanken, dass mir all diese Erfahrungen möglich gemacht wurden.
Ich kehrte nach einem einmonatigen Aufenthalt in Spanien wieder in die Schweiz
zurück. Seitdem bin ich viele Male in Spanien gewesen, meistens in A Coruña,
aber auch in anderen Städten. Die spanische Gastfreundschaft ist in allen Regionen
die ich besuchte sprichwörtlich, deutlich hebt sich für mich aber Galizien ab. Die Freundlichkeit, Offenheit, Warmherzigkeit und Liebenswürdigkeit der Galizier
hat mich voll in ihren Bann gezogen und liess Galizien für mich zu einer Art zweiter
Heimat werden, einer Heimat von Herzen.
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