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Galicia - cultura celta en vivo
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Das spanische Galizien ist eine der Regionen dieser Welt, in der die keltische Kultur noch
sehr lebendig ist. Diverse traditionelle und moderne Folk und Folkrockbands sind bei der
Bevölkerung sehr beliebt. Besonders im August vergeht nicht eine Nacht ohne dass
irgendwo ein grösseres Konzert stattfindet. Das milde Klima begünstigt Openair
Konzerte, die sehr gerne von Jung und Alt besucht werden. Viele dieser Konzerte finden in
der Natur statt. So z.B. das (mehrere Tage dauende) Festival "Noites Celtas",
das 2002 in A Coruña am Strand durchgeführt wurde. Das jährliche Festival
in Zas findet im Wald statt und hat mittlerweilen zwischen 15'000 und 20'000 begeisterte
Besucher.
"Saber vivir" ist in Galizien immer an der Tagesordnung. So werden die Zuschauer
am Festival in Zas aus Feldküchen verpflegt und es wird neben exzellenten Weinen auch
gerne eine Queimada getrunken. Die Queimada besteht aus einem Augardente (Traubenschnaps)
das mit Zitronen, Zucker und Kaffeebohnen versetzt und angezündet wird. Diese
Zubereitung findet aber nicht im Glas sondern in (zum Teil) riesigen Bottichen statt. Die
Queimada wird anschliessend noch beinahe brennend in Tontassen geschöpft und heiss
getrunken.
Dazu wird Raxo, Zorza, Pulpo, Chourizo oder Sardinen vom Grill gegessen. Wer's gerne etwas
mitteleuropäischer hat, kann sich auch ein Grillhähnchen schmecken lassen.
Hier geht's zu meinen Reisetips für Galizien. (HTML und pdf)
Ein 26 Jahre alter Öltanker vorgestriger Bauart, der einer libanesischen
Gesellschaft gehört und von einem griechischen Unternehmen verwaltet wird, von einer
russischen Gesellschaft in Genf gemietet, unter der Flagge der Bahamas mit einer
asiatischen Besatzung: Das klingt in der Tat, wie eine Karikatur aller Sünden in der
internationalen Hochsee-Schifffahrt.
Der einwandige Tanker Prestige war am 13. November 2002 in einem heftigen Wintersturm in
Seenot geraten und leckte. Der Kapitän steuerte daraufhin den Hafen von La
Coruña an, das bereits 1976 Opfer einer Tankerkatastrophe war. Die Behörden
wiesen das Schiff ab, und leiteten es wieder aufs Meer hinaus. Das bereits austretende
Schweröl verteilt sich über eine grosse Fläche. Mehr als 1000 km Küste
werden betroffen. Frankreich und Portugal wiesen den Tanker ebenfalls ab. Die
Sicherheitsstandards für Tanker wurden möglicherweise missachtet.
Nach einer über sechs Tage dauernden Irrfahrt zerbrach am 19. November 2002 die mit
77.000 t Schweröl beladene Prestige in zwei Hälften, rund 150 km vor der
NW-Küste Spaniens (Kap Finisterre).
Ständig tritt Schweröl aus dem Wrack und gelangt aus 3600m Tiefe an die
Meeresoberfläche (täglich ~100 t). Die Stürme peitschen die Ölteppiche
in vielen einzelnen Wellen gegen die Küste. Die Strände werden von der schwarzen
Pest befallen.
Seit Januar 1989 gab es 30 Schiffskatastrophen mit größeren Ölverlusten.
Große Bestürzung löste am 24. März 1989 die Havarie der Exxon Valdez
im Prinz-William-Sund vor Alaska aus, wodurch 40.000 Tonnen Öl dieses
Naturschutzgebietes verseuchten. Den größten bisherigen Unfall verursachte am
5. Jan.1993 der liberianische Tanker Braer an einem Riff vor den Schettlandinseln. 84.000
Tonnen Rohöl flossen in die Nordsee. An Spaniens Nord-Westspitze sind von den täglich vorbeiziehenden 123 Schiffen 16
Tanker.
Auf Grund dieser Havarien und unter Berücksichtigung der 300.000 Tonnen-Tanker ist es
eigentlich unverständlich, dass nur bei einem größeren Unfall über
eine Verbesserung der Schutzmaßnahmen und internationale Regeln nachgedacht wird.
Auch der Aufsehen erregende Fall der Prestige verschwindet schon aus dem Bewusstsein der
Öffentlichkeit, und damit sinkt auch der Druck auf die Verantwortlichen zu handeln.
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