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Dudelsäcke - Eine Entscheidung
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Sich für Dudelsäcke zu begeistern ist eine Sache. Sich für einen Sack zu
entscheiden und ihn spielen zu lernen eine Andere.
 | Was ist eigentlich daran an dem Gerücht, dass Dudelsackspielen schwierig sei? Viel,
kann man da nur sagen.
Die Säcke werden gegen den Druck des Armes aufgeblasen. Da einige Sorten
Dudelsäcke sehr viel Druck brauchen, kann das richtig in die Lippen gehen. Diese und
auch die Muskeln des pressenden Arms müssen zuerst trainiert werden, ehe sie diese
Belastung für genügend lange Zeit wahrnehmen können. Dies ist für alle
möglich, so können auch Kinder und Frauen sehr gute Piper sein, wohingegen ein
Bär von einem Mann, der seinen ersten Versuch macht, unter Umständen noch keinen
einzigen Ton aus dem Instrument bringt.
Einige Dudelsäcke werden nicht mit dem Mund sondern über eine Pumpe
aufgeblasen. Dies erfordert ein gewisses Mass an Koordination.
Dudelsäcke sind wie Flöten Hirteninstrumente. Diese werden normalerweise sehr
schnell gespielt. Da mit den meisten Dudelsäcken nur zusammenhängend (legato)
gespielt werden kann, müssen zwei gleiche, aufeinander folgende Noten mit einem
kleinen Trick getrennt werden. Zwischen diesen Noten werden ganz kurze, andere Noten
gespielt. So genannte Ziernoten. Diese treten häufig gleich büschelweise auf,
so, dass zuerst eine Art Reflexbewegung trainiert werden muss, ehe man diese spielen kann.
Wer zum ersten Mal einen solchen Reflex trainiert, kann dazu schon mal ein bis zwei Jahre
benötigen. Aber mit einem Reflex ist es ja nicht getan.
Trotz all diesen Widrigkeiten entschädigt der Klang eines gespielten Dudelsackes
für all diese Mühen und es sollte sich niemand davon abschrecken lassen.
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 | Die erste grosse Liebe wird wahrscheinlich eine Highlandpipe sein. Warum auch nicht!
Schottische Pipe Bands in voller Montur sind etwas Eindrückliches und der Sound den
die Pipes produzieren ebenso. Die Highlandpipe ist mitunter einer der lautesten
Dudelsäcke und wer in einer Pipeband spielt muss die Ziernoten exakt spielen, sonst
tönt es übel.
Da es aber eine Vielzahl anderer Dudelsäcke gibt, empfehle ich, sich zuerst mal
umzusehen, sich umzuhören was es gibt. Welche Möglichkeiten es gibt, in Bands zu
spielen, Sprachen die man spricht und das Lieblings Ferienland kann auch eine
Entscheidungshilfe sein. Erkundigt Euch bei der entsprechenden Botschaft oder dem Konsulat
nach Kulturvereinen oder gleich direkt nach Folkloregruppen die Dudelsäcke spielen.
In den meisten Fällen sind diese gerne bereit Unterricht zu geben.
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 | Wo kauft man einen Dudelsack?
Diese Frage hat wohl jeden Fan schon mal beschäftigt. Nun, ganz sicher nicht im
nächsten Instrumentenladen oder Musikgeschäft!
Der Kauf des Dudelsackes bedarf einiger Vorbereitung, wenn das Instrument zu etwas mehr
taugen soll, als bloss mit einem Nagel (meist am Besten mittendurch) an die nächste
Wand gehängt zu werden.
Erkundigt Euch bei mehreren Dudelsackspielern (die alle den selben Typ Dudelsack spielen
sollten) wo Ihr Euer Instrument am besten kauft. Lasst Euch dabei Zeit!!! Einen schlechten
Dudelsack kann auch der beste Piper nicht gut spielen.
Schaut Euch die Dudelsäcke der Pipemaker an, probiert sie vielleicht zu spielen. Die
Unterschiede können riesig sein. Wenn Ihr Euch entschieden habt, nehmt Euch die Zeit
und bestellt das Instrument zusammen mit einem guten Piper beim besten Instrumentenbauer.
So habt Ihr die Sicherheit ein sehr gutes Instrument zu bekommen. Wenn der
Instrumentenbauer in Eurer Nähe arbeitet, versucht Ihr am besten bei Ihm vor Ort die
Bestellung aufzugeben.
Dudelsäcke sind Individualinstrumente! Was Ihr bestellt, das bekommt Ihr, entscheidet
Euch also auch ob Ihr Holz oder Plastik wollt, Leder oder Goretex, die Standart Tonart
oder etwas spezielles und natürlich welche Verzierungen das Instrument haben soll.
Bis Ihr dann Euren eigenen Dudelsack in den Händen habt, könnt Ihr mit
günstigen Flöten oder so genannten Practice Chanter schon mal mit dem Üben
beginnen. Einige Pipemaker bieten auch abgespeckte Übungsinstrumente an. Diese
bestehen meist nur aus dem Chanter (Melodieflöte) und haben keine Bordunen
(permanente Grundtöne), sie brauchen somit weniger Luft. Bei der Highlandpipe nennt
man solche Übungsinstrumente "Goose", da sie wegen der weicheren Reeds
(tonerzeugendes Schilfrohrblatt) wie eine quäkend, schnatternde Gans tönen.
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 | Bei Fragen und / oder Anregungen schickt mir bitte eine EMail.
Helft mir bitte mit folgenden Informationen weiter:
Schreibt mir um welchen Dudelsacktyp es sich in eurer Frage handelt!!
Schreibt mir bitte mit einem Namen, dass ich euch ansprechen kann.
Schreibt mir bitte woher ihr kommen (Stadt ist cool, Region reicht aber auch).
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