Wussten Sie schon, dass sich der wirkliche Horror nicht im Kino sondern direkt vor unseren
Nasen abspielt? Nicht? ... Dann sind sie hiermit herzlich zum Trash-Online Horrorkabinet
eingeladen. Lesen Sie weiter, verbringen sie die folgenden Tage und Nächte schlaflos,
mit der Fliegenklatsche bewaffnet, eingeschossen im Haus und geraten Sie schon in Panik,
wenn der Nachbar den Rasierapparat einschaltet!
Der Trash-Online Tatsachenbericht
gehe zu: Oestridae Familie; Rinderdasseln allg.; Rinderdasseln spez.;
Nasen- Rachenbremse; Magenbremse; Dasseln in der Schweiz; nach oben
Die Familie der Oestridae
Oestriden, Dasselfliegen (Bremsen; ch-d. Brämen) sind eine Familie von sehr
schädlichen Fliegen, Säugetierparasiten, die ihre Eier auf der Haut von Hausvieh
und Wild deponieren und deren Larven Entzündungen und Geschwülste verursachen.
Die Dasselfliegen sind mittelgroße bis große Fliegen und sehen wie kleine
Hummeln aus. Sie tragen oft einen Haarpelz, haben aber als echte Fliegen nur ein Paar
Flügel. Ihr Flugvermögen ist gut entwickelt, die Flügel sind gut
ausgeprägt und gross, ihre Mundwerkzeuge sind jedoch rückgebildet. Weitere
Merkmale sind eine gewinkelte Media und Thorakalschüppchen. Am hinteren Stigma des
Thorax ist eine deutliche Borstenreihe (Hypopleuralborsten) ausgebildet.
Die Dasselfliegen fliegen gerne erhöhte Punkte, wie Bergspitzen, hohe Baumkronen etc.
an, wo sie sich paaren. Die Weibchen legen Eier oder Larven auf einem Wirtstier ab. Der
Anflug der Oestriden-Weibchen löst bei ihren Wirten panikartige Fluchtreaktionen aus.
Weltweit sind ca. 64 Arten beschrieben worden, 11 davon treten in Deutschland auf.
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Rinderdasseln im Allgemeinen
Die beiden Rinder-Dasselfliegen (Hypoderma lineatus und Hypoderma bovis) sind in allen
nördlichen Ländern mit gemässigtem Klima weit verbreitet. Sie werden immer
seltener, je weiter man sich nach Süden begibt. Heute dominiert als Erreger die
kleine Dasselfliege (Hypoderma lineatum), früher war die grosse Dasselfliege
(Hypoderma bovis) häufiger.
Im allgemeinen sind sie stark an ihre Wirtstiere (Rinder, seltener Ziegen, Hirsche,
Pferde) gebunden, aber es sind auch Fälle bekannt, wo andere Tiere und sogar Menschen
von Rinder-Dasselfliegen geplagt wurden.
Es zeigte sich, dass die Verbreitungsgebiete der Dasselfliege und der Dasselkrankheit
nicht identisch sind. Grund: Befallene Sömmerungsrinder bringen die Larven unter
ihrer Haut in den Stall zurück und im darauffolgenden Frühjahr brechen dann die
Beulen aus und geben die Fliegenbrut frei. Ein einziges Weibchen kann eine ganze Herde
verseuchen und da die Fliegen bis zu fünf Kilometer weit fliegen können, breitet
sich die Krankheit auch leicht aus. Schmerzen, Häuteschäden, verringerte
Milchleistung und eine verstärkte Neigung zu Infektionen sind die unangenehmen Folgen
bei der Vermehrung der Dasselfliege.
Während der Sommermonate werden die Rinder stark von den erwachsenen Weibchen
irritiert, die unablässig um sie herumschwirren und sich ab und zu auf ihren Beinen
oder ihrem Bauch niederlassen, um Eier abzulegen. Die Eier werden an langbehaarten Stellen
tief ins Fell gelegt und dort festgeklebt. Die Larven schlüpfen nach 3-4 Tagen und
sind dann 0,75-1 mm lang. In diesem Stadium kriechen sie bis auf die Oberhaut und
durchbohren diese mit Hilfe eines ätzenden Ferments mit ihren kleinen, scharfen
Mundwerkzeugen. Danach arbeiten sie sich in den Körper und parasitisieren dort
mehrere Monate. Sobald sie ausgereift sind, verlassen die Larven die so genannten
Dasselbeulen ihres unfreiwilligen Wirtes.
Der Anflug der Weibchen der Grossen Rinderdasselfliege kann so schlimm sein, dass ganze
Rinderherden in Panik geraten. Der Flugton der Schmarotzer erzeugt einen Erregungszustand,
der bewirkt, dass die Rinder in panischer Angst, mit gesenkten Köpfen und
aufgestellten Schwänzen davonstürzen. Ohne Rücksicht auf Gräben und
Zäune tragen sie dabei nicht selten Beinbrüche, Verrenkungen und Verletzungen an
der Bauchregion davon. Bei befallenen Rindern verschlechtert sich zusätzlich das
Allgemeinbefinden, die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionskrankheiten, die
Milchproduktion ist reduziert. Hinzu kommen die Hautschäden, die besonders
früher bei der Lederindustrie zu grossen Verlusten geführt haben.
Im Frühling bis Frühsommer imponieren die Larven als Dasselbeulen mit Luftloch
auf dem Rücken befallener Tiere. Entsprechend dem Wanderweg der Larven findet man
grüngelbliche, fibrinös-gallertige Exsudatmassen sowie subcutis
eitrig-nekrotisierende Prozesse.
Die Schwärmzeit der Fliegen dauert vom Mai bis September. Während dieser Zeit
legen die Fliegen ihre Eier an den Extremitäten der Tiere ab. Die Larven dringen
durch die Haut in den Körper ein und wandern bis Ende November an ihre
Prädilektionsstelle : H.bovis :
Epiduralfett des Spinalkanals, H.lineatum : Submucosa des Oesophagus. Nach einer Ruhephase
wird die Wanderung im Spätwinter-Frühjahr fortgesetzt. Die Larven erreichen die
Subcutis der Rückenregion normalerweise zwischen März und Juni. Die Tiere sollen
nicht zwischen 15. Dezember und März behandelt werden, da dies durch Abtöten der
Larven zu Lähmungserscheinungen oder Blähungen führen kann. Die Rinder
werden je nach Region mehrheitlich auf den Alpweiden (Sömmerung), z.T. aber auch auf
den Heimweiden (Flachland) angesteckt.
Klinisch eindeutig nachweisbar ist der Befall durch die Dasselbeulen und den
Antikörpernachweis (mittels ELISA, Untersuchungsmaterial: Blutproben, Milchproben.).
Es muss darauf geachtet werden, dass die Dasselbeulen nicht mit Hautallergien verwechselt
werden. Es existieren keine Vakzine, eine Immunprophylaxe ist somit nicht möglich
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Rinderdasseln spezifisch
Hypoderma bovis, die Grosse Rinderdasselfliege
Besonders an heissen und sonnigen Tagen stellt die Grosse Rinderdasselfliege ein grosses
Problem für Rinder dar. Sie fliegt die Wirtstiere mit ausgestülpter
Legeröhre an und legt in wenigen Sekunden ihre Eier bevorzugt an Gliedmassen und
Unterbauch ab. Nach drei bis sieben Tagen schlüpfen die Junglarven und bohren sich in
den Wirtskörper ein. Im Laufe von sieben Monaten wandern sie im Körper der
Rinder entlang der peripheren Nervenbahnen bis zur Rückenregion vor.
Nicht selten wird dabei der Wirbelkanal passiert. Abgegebene Verdauungsenzyme zerstören das umliegende Gewebe der Wirtstiere und in
diesem Lumen bewegen sich die Larven fort. Im Rücken häuten sich die Larven und
die Larve 2 dringt in die Haut ein. Hier erzeugt sie eine Fistel, durch eine
Hautöffnung kann die über das hintere Stigmenpaar Sauerstoff aufnehmen. Die
Larve 3 verlässt den Wirt im nächsten Frühling und verpuppt sich im Boden.
Gelegentlich befällt die Grosse Rinderdasselfliege Zebu, Wasserbüffel, Pferd und
Schaf.
Auch beim Menschen kann sie vorkommen. Hier findet jedoch keine vollständige
Entwicklung statt, da die Maden vorzeitig auswandern.
Hypoderma lineatum, die Kleine Rinderdasselfliege
Im Gegensatz zur Grossen Rinderdasselfliege (Hypoderma bovis), löst die Kleine
Rinderdasselfliege (Hypoderma lineatum) keine Fluchtreaktion bei ihren Wirten aus. Die
Fliegen-Weibchen fliegen ihre Wirte nicht mit lauten Fluggeräuschen an, sondern legen
oft die letzten Meter zu Fuss zurück um dann unbemerkt ihre Eier abzulegen. An einem
Wirtshaar können bis zu 20 Eier angeheftet werden. Die Eiablage erfolgt auch bei
trübem Wetter. Die schlüpfenden Junglarven bohren sich wahrscheinlich nur selten
an der Eiablagestelle in den Wirtskörper ein. Sie gelangen wohl häufiger durch
Ablecken über das Maul in die Muskulatur der Speiseröhre. Hier halten sie sich
etwa 7 Monate auf und wandern anschliessend über da Zwerchfell und die
Zwischenrippenmuskulatur in den Rücken der Rinder zu wandern. Hier erzeugen sie
ähnliche Dasselbeulen wie die Larven der Grossen Rinderdasselfliege.
Die Vorbeuge im Herbst ist einfach, wirkungsvoll und verhindert Schäden im folgenden
Frühjahr. Verschiedene Mittel stehen zur Verfügung; sie können gespritzt
oder äusserlich angewendet werden:
Avermectine sind Breitspektrum-Medikamente zur Parasitenbekämpfung. Sie töten
sowohl innere als auch äussere Parasiten ab und wirken gleichzeitig gegen
Magen-Darm-Würmer und gegen Dasseln.
Phosphorsäureester (z.B. Neguvon®) werden auf den Rücken aufgegossen,
dringen durch die Haut und töten die wandernden Larven ab. Das Medikament wird
innerhalb weniger Stunden abgebaut. Bei sachgemässer Anwendung sind weder
Rückstände in der Milch, noch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der
behandelten Tiere zu befürchten.
In beiden Fällen muss die Behandlung vor dem 1. Dezember erfolgen, weil die im
Körper wandernden Dassellarven sonst bereits den Wirbelkanal oder die
Speiseröhre erreicht haben. Wenn sie dort abgetötet werden, können
Gewebereaktionen mit Lähmungen oder Blähungen die Folge sein, welche unter
Umständen tödlich verlaufen.
Eine Frühjahrsbehandlung erfolgt, wenn bereits Dasselbeulen auf dem Rücken der
Tiere festgestellt wurden. Neguvon® oder Tikzid® werden auf dem Rücken
aufgetragen und töten die Larven ab. Die Weiterentwicklung zur Fliege wird damit zwar
verhindert. Schäden an der Haut und entstandene Schmerzen können jedoch nicht
mehr rückgängig gemacht werden. Die Dasselbehandlung im Herbst hat damit einen
höheren ökonomischen Wert und auch einen tierschützerischen Aspekt.
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Die Nasen - Rachenbremse
Cephenemyia ulrichii bzw. Cephenomyia ulrichi sind nördlicher vorkommende
Dasselfliegen, die hauptsächlich Elche befallen.
Das Fliegenweibchen spritzt während des Fluges lebende,
etwa 1 mm große Larven oder schlupfreife Eier in die Nasenlöcher des Opfers.
Sie kriechen aufwärts in die Nasengänge und in die Rachen- und Kehlkopfgegend
und haken sich mit Widerhaken in der Schleimhaut fest. Sie wachsen bis zum nächsten
Frühling zu 2,5 bis 4 cm großen Larven heran.
Im Frühjahr sind dann die Hauptsymptome, wie anfallsartiger Husten und
Schleuderbewegungen mit dem Kopf, bemerkbar. Bei starkem Befall kann der Kehlkopf und die
Luftröhre verlegt werden (Erstickungstod). Ab Anfang April werden die Larven vom Wirt
ausschnaubt oder ausgehustet, fallen zu Boden und verpuppen sich. Aus den Puppen
schlüpfen ca. ein Monat später neue geschlechtsreife Rachenbremsen, und der
Kreislauf beginnt von neuem. Dringen die Larven ins Gehirn ein, führt das
unweigerlich zum baldigen Tod des betroffenen Tieres. Die Rachenbremsenlarven verursachen offenbar große Schmerzen, da die Elche in Panik
davonlaufen, sobald sie eine Rachenbremse bemerken.
Hier eine ausgewachsene Rachenbremse.
Im Wasser stehend, können Elche das Insekt am besten abwehren; dann tauchen sie die
Nase immer wieder unter den Wasserspiegel, damit die Fliege keine Gelegenheit haben die
Larven hineinzubefördern. Jedoch geht jedes Jahr eine gewisse Anzahl Elche an diesem
Parasiten ein.
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Magendasseln
Der Befall mit Magendasseln, auch Magenbremsen (Gasterophilus intestinalis) ist weit
verbreitet. In manchen Gegenden ist jedes 2. Pferd befallen.
Die Magendassel schlüpft aus kleinen gelben Eiern.
Die fertige Magendassel ist zwischen 8 und 18 mm groß und ist eine dicht behaarte,
braune Fliege.
Entwicklung:
In den Monaten Juni bis September legen die weiblichen Dasselfliegen ihre sehr
widerstandsfähigen und mit einem besonderen Haftapparat versehenen Eier an den Haaren
der Pferde ab.
Die daraus schlüpfenden Larven 1 dringen beim Belecken der befallenen Stellen in die
Schleimhaut der Maulhöhle der Pferde ein.
Nach einer Häutung suchen die Larven 2 ihren eigentlichen Sitz im Magen auf, wo sie
zur Larve 3 heranwachsen.
Die reifen Larven werden nach einem 8- bis 10monatigen Aufenthalt im Magen zum Beginn der
warmen Jahreszeit schließlich mit dem Kot ausgeschieden.
Ihre Verpuppung findet dann in den oberen Schichten des Weidebodens statt.
Nach einer Puppenruhe von 3 bis 4 Wochen schlüpfen die Dasselfliegen und beginnen
unmittelbar nach der Paarung mit der Eiablage. Die Fliegen besitzen keine Mundwerkzeuge
zur Nahrungsaufnahme. Daher überleben sie höchstens 3 Wochen, in denen sie Eier
ablegen.

Symptome:
Es gibt eine ganze Reihe von Reaktionen auf diese Krankheit:
Magen-, Mundschleimhautentzündung, Geschwüre, Schluckbeschwerden,
Entzündungen der Zunge, Magendurchbruch, Appetitlosigkeit, Kolik, Abmagerung,
Durchfall,
Behandlung:
Eine medikamentelle Abtötung der Larven im Verdauungstrakt der Pferde sollte bereits
im Spätherbst erfolgen (Mitte November bis Mitte Dezember).
Damit werden nicht nur Schadwirkungen infolge Larvenbefall verhindert, sondern es wird
auch der Entwicklungszyklus unterbrochen.
Es sollten alle Pferde eines Bestandes behandelt werden, um das Risiko einer Neuinfektion
im folgenden Sommer deutlich zu reduzieren.
Als unterstützende Bekämpfungsmaßnahme wird empfohlen, die am Haarkleid
der Pferde anhaftenden Eier zu entfernen.
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Dasseln in der Schweiz
Die Dasselkrankheit ist in der Schweiz weiter verbreitet, als bisher angenommen, wie eine
Umfrage des BVET bei den Kantonen ergeben hat (s. Karte).
Die Dasselkrankheit wird in der Schweiz mit staatlicher Unterstützung bekämpft.
Die Dasselkrankheit ist eine meldepflichtige Tierseuche. Jedermann, der Tiere hält,
betreut oder behandelt muss verdächtige oder offenkundige Erscheinungen wie
Dasselbeulen der Tierärztin, dem Tierarzt melden. Die Meldepflicht gilt auch für
die Organe der Fleischkontrolle. Die Meldepflicht ermöglicht den kantonalen
Veterinärbehörden die Behandlung der befallenen Tiere anzuordnen
(Frühjahrsbehandlung). Die vorbeugende Bekämpfung der Dasselkrankheit erfolgt im
Herbst, wobei die Kosten ganz oder teilweise von den Kantonen übernommen werden.
Tierhalter, mit Beständen in verseuchten Gebieten und solche, welche ihre Rinder im
vergangen Sommer in solchen Gebieten geweidet haben, oder im nächsten Sommer in
solchen Gebieten zu sömmern beabsichtigen, sollten ihre Tiere behandeln.
Unbehandelte Tiere werden nicht zur Alpauffahrt in den verseuchten Gebieten zugelassen
(Alpfahrtsvorschriften). Mit diesem Vorgehen soll eine Wiedereinschleppung verhindert und
die Weiterverbreitung der Seuche unterbunden werden.
nach oben ... oder weiter nach unten zum Gruselkabinett
So, meine Lieben, hehe, der theoretische Teil ist hiermit abgeschlossen.
Möglicherweise denkt Ihr jetzt, "Na und, mir gruselts nicht!" Ha, das kann
ich aber noch immer ändern, hoho!
Wenn Ihr Euch traut, schaut weiter unten, aber seit gewarnt, da kommt nichts für
schwache Gemüter! Hohohoho!
Weil diese Bilder für sich sprechen, brauchen sie keinen weiteren Kommentar.



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