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Habemus Papam - Cardinalem Ratzinger
Im vierten Wahlgang gewählt präsentierte sich vor einigen Tagen Papst Benedict XVI.

Die Welt hat also einen neuen Papst, einen deutschen Papst. Die einen freuen sich, andere haben Bedenken, und die englische "Sun" stachelt gar ihre Leser mit einer schwarzen Eingangsseite zum Trauern auf und titelt mit dem neuen Papa-Ratzi von Rom. Ich denke, man sollte diesem so ratz fatz gewählten Papst eine Chance geben.

Interessant sind sie ja schon, die ersten Reaktionen. Schwarzer Rauch, weisser Rauch, doch schwarzer Rauch, man wusste es nicht und rätselte, dann Glockengebimmel - um genau 18 Uhr - haben wir nun einen Papst oder ist es einfach nur eine Stunde später.

Eigentlich wäre es ja auch mal an der Zeit die Rauchfarben zu überdenken, in Zeiten von Farbfernsehen und Digitaltechnik gäbe es ja auch keine Probleme, wenn die Rauchfarben Apricot und Terracotta wären. Und auch mit diesen beiden Farben würde ein Raten noch möglich sein. Für die junge Kirche, pardon, die Kirche der Jugend wären auch Farbnuancen wie Bananayellow und Fluoreszentgreen denkbar. Wichtig sind solche Änderungen aber nicht, da der Autohersteller Peugeot dem Vatikan einen Partikelfilter zu Testzwecken zur Verfügung stellen wird.

Was werden wir nun von Benedict XVI erwarten können? Als Bayer, sozusagen als Weisswurstpapst, wird er vermutlich einige Veränderungen vornehmen. Natürlich werden sich vor allem die Männer unter den Gläubigen über folgende Änderung freuen: Der
Mess-Wein wird zur Mass-Bier und statt schnödem Brot als Leib Christi wird von nun an eine knusprig, warme Bretzel serviert. Ergänzt wird die Eucharistie mit Leberkäs und, wem könnte man's verdenken, einer schön, würzigen Pris. Beifall wird auch folgende Änderung ernten: Anstelle des abgedroschenen Amens zu Ende des Gebets wird zukünftig "Ohzapft is" gerufen.

Polen wird in den nächsten Tagen den lieb gewonnenen Stuhl Christi zurückerobern, indem sie Benedict XVI die polnische Staatsbürgerschaft schenken.

Es gibt aber auch jenes, welches nun nicht erneuert werden wird. Hierbei wird Benedict XVI seine "Bewahrer" Erfahrungen gekonnt spielen lassen. Beispielsweise die Rolle der Frau: Der Vatikan wird also nicht zu Mamikannicht umbenannt "und das ist auch gut so!".
Benedict XVI wird die Kirche für Frauen nur soweit öffnen, dass sie sie putzen können.

Auf jeden Fall können wir fröhlich 'gen Italien rufen:" Ratzi wir gratulieren Dir!".



Und nun, noch dies:

Der Bischof von Basel schenkt seinen Papagei dem neugewählten Papst Benedikt XVI.  Dieser Papagei hatte die Angewohnheit, jeden Tag in der Früh, wenn der Bischof ins Zimmer kam, zu sagen: "Guten Morgen, Bischof". Wie sein Käfig nun im Arbeitszimmer des Papstes steht, macht er genau das gleiche. Jeden Morgen: "Guten Morgen, Bischof." Der ganze Vatikan ist entrüstet, dass der Papagei nicht "Guten Morgen, Eure Heiligkeit" sagt. Sie probieren alles Mögliche, um dem Papagei den neuen Spruch beizubringen - vergebens.

Schließlich meint ein Berater des Papstes: "Weißt Du was, morgen in der Früh gehst du in vollem Ornat mit Mitra, Hirtenstab, prunkvollem Messgewand usw. ins Arbeitszimmer, dann ist der Papagei sicher so voller Ehrfurcht, dass ihm gar nichts anderes übrigbleibt, als "Heiligkeit" zu sagen. Gesagt, getan, am nächsten Morgen schleppt sich der Papst vollbehangen mit kirchlichem Klunker ins Arbeitszimmer.

Der Papagei scheint zuerst etwas verwirrt zu sein, doch dann ruft er: "Morgestraich, Vorwärts - Marsch!"


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